Wir könnten noch so viel mehr zu den Beiden sagen, doch im Moment sind wir noch etwas sprachlos, was für ein Leben diese beiden Hunde die letzten Jahre offensichtlich führen mussten.
Als Anfang Dezember der Hilferuf zu uns kam, waren wir schon sprachlos, denn die Besitzerin machte kein Geheimnis daraus, dass sie die beiden eigentlich einschläfern wollte, doch ihre Tierärztin dies nicht gemacht hat. Sie müsse sie wohl aus medizinischen Gründen weggeben, doch ihre Meinung zu ihren Hunden war: „Keiner wäre in der Lage, sich um sie zu kümmern bzw. keiner würde es so gut tun wie sie.“
Mitte Dezember besuchten Catrin vom Tierheim Wittenberg e.V. und Peggy die beiden in ihrem vorherigen Zuhause. In fast 3,5 Stunden durften die Hunde kein einziges Mal „Hallo“ sagen oder sich wirklich bewegen. Nur in ihren Körbchen liegen durften sie. Jede Bewegung wurde mit einem bösen Blick der Besitzerin sofort maßgeregelt.
Lea trug bei diesem Besuch eine Windel. Sie habe wohl seit Monaten eine Blasenentzündung und ihr Urin würde stinken und bräunlich gefärbt sein. Josy solle ein kompletter Angsthund sein.
Leider hatten wir zu dieser Zeit keinen Platz, um die beiden aufzunehmen und mussten sie mit viel Wehmut bis Mitte Januar dalassen.
Über Wochen führten wir stundenlange Telefonate und minutenlange Nachrichten über irgendwelche unwichtigen Sachen mit der Dame. Oft gingen diese Telefonate und Nachrichten an die nervlichen Grenzen von uns. Aber wir hatten ein Ziel: diesen beiden Hunden endlich ein schönes Hundeleben zu ermöglichen.
Nach nun mehreren Wochen war es letzten Samstag soweit. Wir machten uns ein zweites Mal auf die lange Fahrt von über 200 km. Diesmal mit Werner, der so lieb war und die Abholung der beiden mit seinem Transporter zusicherte.
Lea und Josy durften endlich auch mal „Hallo“ sagen und unsere Aufmerksamkeit genießen.
Sofort stiegen beide Hunde in das für sie völlig fremde Auto ein.
Hier auf dem Hof Samtschnuten angekommen war unsere erste Handlung, die Windel bei Lea abzunehmen.
Lea ist nicht inkontinent und ihr Urin sieht völlig normal aus; auch Josy ist kein Angsthund, sondern eine aufgeschlossene, freundliche Hündin.
Diese beiden Hunde sollten also sterben, weil Frauchen der Meinung war, keiner könne sich um die beiden angeblich so schwierigen Hunde kümmern.
Für Lea, Josy und uns heißt es im Moment, alles Medizinische anzugehen; denn auch hier gibt es viele Unklarheiten. Anfangen werden wir mit einem ❤️-Ultraschall Anfang Februar, gefolgt von Blutuntersuchungen.
Mit unserer Tierarztpraxis Nora Wickidal haben wir einen groben Fahrplan erstellt, wie wir nun eins nach dem anderen abarbeiten.
Wer Lea und Josy unterstützen möchte, kann dies gerne unter
Tierhilfe Hof Samtschnute
IBAN: DE97 1604 0000 0410 3917 00
Paypal: Tierhilfe-hof-samtschnute@gmx.de
Wir danken allen Menschen und Vereinen, die uns immer wieder die Kraft gegeben haben, in diesem Fall durchzuhalten und das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren.
Calendar
Februar 2026
M D M D F S S
 1
2345678
9101112131415
16171819202122
232425262728