Ein Hund kann sich schneller erschrecken oder aus einer Situation heraus reagieren, als wir es erwarten. Besonders bei ängstlichen, unsicheren oder schreckhaften Hunden kann ein plötzliches Geräusch, ein anderer Hund, ein Fahrzeug oder eine ungewohnte Situation dazu führen, dass sie versuchen wegzulaufen. Deshalb sollten solche Hunde grundsätzlich doppelt gesichert geführt werden.
🔒 Was bedeutet doppelte Sicherung?
Bei der doppelten Sicherung wird der Hund gleichzeitig über zwei voneinander unabhängige Sicherungen geführt:
- Eine Leine am Halsband, die der Mensch in der Hand hält.
- Eine zweite Leine am Sicherheitsgeschirr, die am Bauch-/Hüftgurt des Menschen befestigt ist.
- Das Sicherheitsgeschirr sollte über einen zusätzlichen Gurt hinter dem Brustkorb bzw. den Rippen verfügen. Dadurch wird verhindert, dass sich der Hund rückwärts aus dem Geschirr herauswindet.
- Zusätzlich empfiehlt sich ein GPS-Tracker am Halsband oder Geschirr, damit der Hund im Falle eines Entlaufens schneller lokalisiert werden kann.
Der große Vorteil der doppelten Sicherung: Wenn eine Sicherung versagt oder sich eine Leine aus der Hand löst, bleibt der Hund über die zweite Verbindung weiterhin gesichert.
🐕 Gerade bei ängstlichen Hunden besonders wichtig
Ängstliche Hunde können in Paniksituationen enorme Kräfte entwickeln und völlig anders reagieren als im normalen Alltag. Ein Hund, der zu Hause oder auf einer ruhigen Strecke zuverlässig läuft, kann sich bei einem plötzlichen Schreckmoment trotzdem losreißen.
Deshalb gilt insbesondere für ängstliche, unsichere und frisch entlaufene bzw. neu übernommene Hunde: lieber konsequent doppelt sichern. Die zusätzliche Sicherung ist eine einfache Vorsichtsmaßnahme, die im entscheidenden Moment verhindern kann, dass der Hund entkommt.
📍 GPS-Tracker – nur mit ausreichend Akku
Ein GPS-Tracker kann im Falle eines Entlaufens eine wertvolle Hilfe sein – aber nur, wenn er einsatzbereit ist. Deshalb sollte vor jedem Spaziergang kontrolliert werden, ob der Tracker ausreichend geladen und eingeschaltet ist.
Am besten wird das Aufladen zu einem festen Bestandteil der täglichen Routine.
🏷️ Zusätzliche Identifikation am Hund
Neben dem GPS-Tracker ist auch eine gut sichtbare Marke mit dem Namen des Hundes und der Telefonnummer des Halters sinnvoll.
Findet jemand den Hund, kann der Finder dadurch direkt und ohne technische Hilfsmittel Kontakt aufnehmen. Gerade wenn der Hund kurzfristig gesichert werden kann, kann eine solche Marke wertvolle Zeit sparen.
❤️ Sicherheit beginnt vor dem Spaziergang
Die beste Vorbereitung ist die, die zur Routine wird:
Halsband kontrollieren → Sicherheitsgeschirr richtig anlegen → beide Leinen befestigen → Bauchgurt kontrollieren → GPS-Akku prüfen → Identifikationsmarke überprüfen.
So wird aus mehreren kleinen Vorsichtsmaßnahmen ein zuverlässiges Sicherheitsnetz für Hund und Mensch
🐾 Hundesicherung des Tierhilfe Hof Samtschnute e.V.
Gemeinsam sichern. Leben schützen. ❤️
